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Pflegekraft legt ihre Hand auf die Hand eines Mannes im Rollstuhl

Wundversorgung
in Bochum.

Verbandwechsel und Wundkontrolle bei Ihnen zu Hause — auf ärztliche Verordnung, bezahlt von der Krankenkasse. Für ganz Bochum mit Wattenscheid sowie Gelsenkirchen-Ückendorf und Essen-Steele.

Für wen suchen Sie Unterstützung?
Häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V

Welcher Pflegedienst bietet ambulante Wundversorgung?

Jeder ambulante Pflegedienst, der mit den Krankenkassen einen Vertrag über häusliche Krankenpflege nach § 132a SGB V hat, versorgt Wunden zu Hause — auf ärztliche Verordnung. BeHome Care ist ein solcher Pflegedienst in Bochum. Die Wundversorgung gehört bei uns zur Behandlungspflege und lässt sich mit Grundpflege und unseren übrigen Pflegeleistungen verbinden.

Bei chronischen und schwer heilenden Wunden gelten eigene Regeln. Was sich dort ändert, lesen Sie weiter unten.

So läuft die Wundversorgung ab

Schritt 1

Verordnung

Ihre Hausarzt- oder Facharztpraxis stellt die Verordnung häuslicher Krankenpflege aus. Nach einer Entlassung kann das auch die Klinik tun, für bis zu sieben Tage.

Schritt 2

Genehmigung

Die Krankenkasse muss die Verordnung genehmigen. Liegt sie ihr bis zum vierten Arbeitstag nach Ausstellung vor, trägt sie die Kosten schon bis zur Entscheidung.

Schritt 3

Versorgung zu Hause

Wir wechseln die Verbände wie verordnet, kontrollieren die Wundheilung und führen eine Wunddokumentation, bei Bedarf mit Fotos.

Schritt 4

Draht zur Praxis

Bei neuen Entzündungszeichen, Schmerzen oder einer Verschlechterung informieren wir sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Unsere Dokumentation hilft der Praxis bei der Entscheidung über die Folgeverordnung.

HKP-Richtlinie des G-BA

Akute oder chronische Wunde: zwei Leistungen

Die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses legt fest, was die Krankenkasse bei Wunden bezahlt. Sie unterscheidet nach der Frage, ob eine Wunde voraussichtlich innerhalb von zwölf Wochen abheilt.

Nr. 31

Akute Wunde

Eine Verletzung der Haut, etwa eine Schnitt- oder Operationswunde, die voraussichtlich innerhalb von höchstens zwölf Wochen ohne Komplikationen abheilt. Ziel ist die Wundheilung.

Zur Leistung gehören Anlegen und Wechseln der Verbände, Kontrolle der Wundheilung, Desinfektion und Reinigung sowie das Spülen von Wundfisteln.

Nr. 31a

Chronische und schwer heilende Wunde

Eine Wunde, die trotz fachgerechter Therapie voraussichtlich nicht innerhalb von zwölf Wochen ohne Komplikationen abheilt. Ziel ist die Heilung, oder, wenn sie nicht zu erwarten ist, eine Verschlimmerung zu vermeiden und Beschwerden zu lindern.

Die Versorgung läuft in enger Abstimmung mit der Ärztin oder dem Arzt und schließt bei Bedarf eine Anleitung ein, etwa zur Druckentlastung, zur Bewegung oder zum Umgang mit Schmerzen, Wundgeruch und Kompression.

So halten wir es bei chronischen Wunden

Nach der Richtlinie soll eine chronische oder schwer heilende Wunde von einem Anbieter versorgt werden, der sich darauf spezialisiert hat, zum Beispiel mit Pflegefachkräften mit einer besonderen Zusatzqualifikation zur Wundversorgung. Ist die Versorgung zu Hause zu komplex, kann sie nach § 37 Abs. 7 SGB V auch in einer spezialisierten Einrichtung außerhalb der Wohnung stattfinden, etwa in einem Wundzentrum.

Deshalb klären wir bei einer chronischen Wunde zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wer die Wunde versorgt. Übernimmt ein spezialisierter Wunddienst oder ein Wundzentrum, bleiben wir für Ihre übrige Pflege da und stimmen uns mit allen Beteiligten ab, so wie es die Richtlinie vorsieht.

Quelle: Häusliche Krankenpflege-Richtlinie des G-BA, Leistungsverzeichnis Nr. 31 und 31a, Fassung vom 16.10.2025, in Kraft seit 12.12.2025.

Kosten und Abrechnung

Die Krankenkasse zahlt

Wundversorgung auf Verordnung ist eine Leistung Ihrer Krankenkasse, nicht der Pflegekasse. Deshalb brauchen Sie dafür keinen Pflegegrad. Die Abrechnung mit der Kasse übernehmen wir.

  • Zuzahlung ab 18 Jahren: 10 Prozent der Kosten für die ersten 28 Kalendertage im Jahr, dazu 10 Euro je Verordnung (§ 37 Abs. 5 und § 61 SGB V)
  • Keine Zuzahlung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Befreiung möglich, sobald Ihre Belastungsgrenze nach § 62 SGB V erreicht ist
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Wundversorgung

Welcher Pflegedienst bietet ambulante Wundversorgung?

Wundversorgung zu Hause ist häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V. Sie übernimmt ein ambulanter Pflegedienst, der mit den Krankenkassen einen Vertrag über häusliche Krankenpflege nach § 132a SGB V geschlossen hat — auf ärztliche Verordnung. BeHome Care ist ein solcher Pflegedienst für ganz Bochum mit Wattenscheid sowie für Gelsenkirchen-Ückendorf und Essen-Steele. Für chronische und schwer heilende Wunden sieht die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie vor, dass die Versorgung ein darauf spezialisierter Anbieter übernehmen soll. Wer Ihre Wunde versorgt, klären wir deshalb im Einzelfall gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Brauche ich für die Wundversorgung eine Verordnung und einen Pflegegrad?

Eine ärztliche Verordnung ja, einen Pflegegrad nein. Die Hausarztpraxis oder eine Fachpraxis stellt die Verordnung häuslicher Krankenpflege (Muster 12) aus. Nach der Richtlinie gehören darauf unter anderem Wundart, Lage, Länge, Breite und Tiefe der Wunde, soweit möglich ihr Grad, die zu verwendenden Verbandmaterialien und die Wechselintervalle. Nach einem Krankenhausaufenthalt kann auch die Klinik häusliche Krankenpflege für bis zu sieben Kalendertage nach der Entlassung verordnen. Die Behandlungspflege nach § 37 Abs. 2 SGB V setzt keinen Pflegegrad voraus.

Was kostet die Wundversorgung zu Hause?

Die Kosten trägt Ihre Krankenkasse, sobald sie die Verordnung genehmigt hat. Wird die Verordnung spätestens am vierten Arbeitstag nach der Ausstellung bei der Kasse vorgelegt, übernimmt sie die Kosten auch schon bis zu ihrer Entscheidung. Erwachsene leisten eine gesetzliche Zuzahlung nach § 37 Abs. 5 SGB V in Verbindung mit § 61 SGB V: 10 Prozent der Kosten, begrenzt auf die ersten 28 Kalendertage im Kalenderjahr, dazu 10 Euro je Verordnung. Unter 18 Jahren fällt keine Zuzahlung an. Wer seine Belastungsgrenze nach § 62 SGB V erreicht, kann sich für den Rest des Jahres befreien lassen. Die Abrechnung mit der Kasse übernehmen wir.

Was ist bei chronischen Wunden anders?

Die Richtlinie unterscheidet zwei Leistungen. Nr. 31 gilt für akute Wunden, die voraussichtlich innerhalb von höchstens zwölf Wochen ohne Komplikationen abheilen. Nr. 31a gilt für chronische und schwer heilende Wunden, die das trotz fachgerechter Therapie voraussichtlich nicht tun. Sie wird in enger Abstimmung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt erbracht und soll von einem Anbieter übernommen werden, der sich auf solche Wunden spezialisiert hat, zum Beispiel mit Pflegefachkräften mit einer Zusatzqualifikation zur Wundversorgung. Ist die Versorgung zu Hause zu komplex, kann sie nach § 37 Abs. 7 SGB V auch in einer spezialisierten Einrichtung außerhalb der Wohnung erfolgen. Beim Ulcus cruris venosum ist nach der Richtlinie ergänzend eine Kompressionstherapie erforderlich, sofern nichts dagegen spricht.

Wie oft kommt der Pflegedienst zum Verbandwechsel?

Das legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf der Verordnung fest. Die Wechselintervalle richten sich nach der Wundsituation und dem verwendeten Verbandmaterial. Eine Verordnung für die Wundversorgung umfasst jeweils bis zu vier Wochen. Vor einer Folgeverordnung wertet die Praxis die Wunddokumentation aus und entscheidet, ob die Behandlung so weiterläuft oder angepasst wird.

Können Angehörige den Verband nicht auch selbst wechseln?

Das Gesetz sieht häusliche Krankenpflege nur vor, soweit eine im Haushalt lebende Person die Versorgung nicht im erforderlichen Umfang übernehmen kann (§ 37 Abs. 3 SGB V). Die Krankenkasse genehmigt die Wundversorgung deshalb nur, wenn weder Sie selbst noch jemand aus Ihrem Haushalt sie durchführen kann. Ob das bei Ihnen der Fall ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wundversorgung anfragen

Sie haben eine Verordnung oder bekommen bald eine? Sprechen Sie uns an, wir klären den Rest mit Ihnen.

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