Epilepsie: Assistenz &
Begleitung im Alltag
Verlässliche Begleitung für Kinder und Erwachsene mit Epilepsie — zu Hause, in Schule und Beruf, beim Sport und unterwegs. Wir beobachten und dokumentieren Anfälle, handeln nach dem Notfallplan Ihres Arztes und prüfen mit Ihnen Ihren Anspruch.

Assistenz, die Epilepsie ernst nimmt
Bei Epilepsie ist das Schwierige oft nicht der Anfall selbst, sondern die Unsicherheit davor: Darf ich allein schwimmen gehen, allein Bahn fahren, allein zu Hause sein? Viele Betroffene und Familien schränken sich deshalb stärker ein als nötig. Eine verlässliche Begleitung kann das ändern.
Unsere Assistenzkräfte kennen die Grundregeln der Ersten Hilfe bei Anfällen und werden auf Ihren ärztlichen Notfallplan eingewiesen. Epilepsie ist eine von mehreren neurologischen Erkrankungen, bei denen wir begleiten — mehr dazu auf unserer Seite zur Assistenz bei neurologischen Erkrankungen.
Begleitung, die mehr möglich macht
Zu Hause, in Schule und Beruf, in der Freizeit und nachts — abgestimmt auf Ihre Anfälle und Ihren Alltag.
Anfälle beobachten & dokumentieren
Wir halten fest, was Ihr Arzt wissen muss: Uhrzeit, Dauer, Ablauf, mögliche Auslöser und wie es Ihnen danach ging. So entsteht ein verlässlicher Anfallskalender statt Erinnerungen aus zweiter Hand.
Sicher durch den Anfall
Ihre Assistenz bleibt ruhig, schützt vor Verletzungen, misst die Zeit und bleibt bei Ihnen, bis Sie wieder orientiert sind. Maßgeblich ist der Notfallplan Ihres behandelnden Arztes — im Zweifel wählen wir den Notruf 112.
Schule, Ausbildung & Arbeit
Wir begleiten Kinder durch den Schultag und Erwachsene in Ausbildung, Studium und Beruf — damit ein Anfall nicht das Ende des Tages bedeutet und niemand vor Ort allein damit bleibt.
Freizeit, Sport & Schwimmen
Schwimmbad, Verein, Ausflug: Vieles, was mit Epilepsie allein zu riskant wäre, wird mit einer Begleitung in Reichweite wieder möglich. Wir planen mit Ihnen, was sicher machbar ist.
Mobil ohne Führerschein
Wenn Sie wegen der Anfälle nicht Auto fahren dürfen, begleiten wir Sie mit Bus und Bahn, zu Terminen, zur Arbeit oder zum Einkauf — damit der Wegfall des Führerscheins nicht zum Rückzug führt.
Nachts nicht allein
Treten Anfälle vor allem im Schlaf auf, ist eine Begleitung in der Nacht oft der entscheidende Baustein — als Teil einer 24-Stunden-Assistenz im Schichtsystem mit mehreren festen Kräften.
Was wir bei Epilepsie für Sie tun
Eine Auswahl typischer Aufgaben unserer Assistenz:
Pflegegrad und Grad der Behinderung bei Epilepsie
Zwei Fragen, die viele Familien stellen — und bei denen der tatsächliche Bedarf oft zu niedrig angesetzt wird.
Pflegegrad bei Epilepsie
Der Pflegegrad richtet sich nicht nach der Diagnose, sondern danach, wie selbstständig jemand im Alltag ist — begutachtet in sechs Lebensbereichen, von Mobilität über Selbstversorgung bis zur Gestaltung des Alltags. Bei Kindern wird mit gleichaltrigen, altersentsprechend entwickelten Kindern verglichen.
Beaufsichtigung wird oft unterschätzt
Anfälle kommen nicht auf Bestellung — am Begutachtungstag wirkt vieles unauffällig. Wer nur mit jemandem in der Nähe duschen, baden, kochen oder unterwegs sein kann, ist dabei nicht voll selbstständig. Schildern Sie das konkret, ebenso Verwirrtheit und Erschöpfung nach Anfällen.
Grad der Behinderung (GdB)
Den GdB stellt die zuständige Behörde Ihres Bundeslandes fest, meist das Versorgungsamt. Bei Epilepsie kommt es nach den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen vor allem auf Art, Schwere, Häufigkeit und tageszeitliche Verteilung der Anfälle an. Ab einem GdB von 50 gilt man als schwerbehindert (§ 2 Abs. 2 SGB IX).
Der wichtigste Beleg ist ein Anfallskalender. Notieren Sie über mehrere Wochen Datum, Uhrzeit, Dauer und Art der Anfälle, wie lange Sie danach Hilfe brauchten und wobei jemand dabei sein musste. Das hilft bei der Pflegebegutachtung ebenso wie beim Versorgungsamt. Ob ein Pflegegrad in Frage kommt, zeigt Ihnen unser kostenloser Pflegegrad-Check.
Mehrere Träger, ein Plan
Welcher Weg passt, hängt von Alter, Lebenslage und Bedarf ab. Wir prüfen mit Ihnen die Möglichkeiten:
Eingliederungshilfe
Wer durch Epilepsie dauerhaft in der Teilhabe eingeschränkt ist, kann Anspruch auf Assistenz haben — über den Eingliederungshilfeträger Ihres Wohnorts (z. B. LWL/LVR in NRW). Je nach Einkommen und Vermögen kann ein Eigenbeitrag anfallen (§ 92 SGB IX).
Schule & Ausbildung
Eine Schulbegleitung gehört zu den Leistungen zur Teilhabe an Bildung. Zuständig ist der Träger an Ihrem Wohnort; liegt zusätzlich eine seelische Behinderung vor, kann das Jugendamt zuständig sein (§ 35a SGB VIII).
Persönliches Budget
Sie erhalten die Leistung als Geld und organisieren Ihre Assistenz selbst — etwa mit einem festen, auf Ihren Notfallplan eingewiesenen Team von uns.
Liegt zusätzlich ein Pflegegrad vor, lassen sich Leistungen der Pflegekasse wie Entlastungsbetrag oder Verhinderungspflege mit der Assistenz kombinieren. Für Kinder im Schulalter finden Sie alles Wichtige auf unserer Seite zur Schulbegleitung.
So starten wir gemeinsam
Vom ersten Anruf bis zum festen Team — mit klaren Absprachen für den Notfall.
Kostenloses Erstgespräch
Telefonisch oder bei Ihnen zu Hause: Wie sehen Ihre Anfälle aus, wo brauchen Sie Begleitung, was möchten Sie wieder selbst machen?
Anspruch prüfen
Wir prüfen gemeinsam Assistenz, Schulbegleitung, Pflegegrad und GdB — und unterstützen bei Anträgen und Unterlagen.
Notfallplan & Einweisung
Ihr ärztlicher Notfallplan ist die Grundlage. Wir stimmen ab, was Ihre Assistenz im Anfall tut und was nicht — schriftlich.
Start mit festem Team
Feste Bezugskräfte, die Ihre Anfälle und Warnzeichen kennen. Läuft die Bewilligung noch, ist ein Start als Selbstzahler möglich.

Sicher durch Schule und Freizeit.
Für Kinder mit Epilepsie hängt viel daran, ob jemand in der Nähe ist, der Bescheid weiß: im Unterricht, in der Pause, beim Schwimmen, auf der Klassenfahrt. Eine feste Schulbegleitung gibt Kind, Eltern und Lehrkräften Sicherheit. Treten Anfälle auch nachts auf, ergänzt eine 24-Stunden-Assistenz im Schichtsystem die Begleitung.
- Feste Bezugskräfte statt wechselnder Vertretungen
- Anfallsdokumentation für Eltern und Arzt
- Absprachen mit Schule und Eltern zum Notfallplan
Verlässlich, wenn es darauf ankommt
Was uns als Pflege- und Assistenzdienst bei Epilepsie ausmacht.
Feste Bezugskräfte
Wer Ihre Anfälle schon einmal gesehen hat, erkennt Warnzeichen früher und reagiert ruhiger. Deshalb arbeiten wir mit einem festen Team statt mit wechselnden Kräften.
Klare Absprachen
Was im Anfall zu tun ist, legt Ihr Arzt fest — nicht wir. Wir halten uns an den Notfallplan und versprechen nichts, was ärztliche Behandlung oder Behandlungspflege ist.
Selbstbestimmt statt überbehütet
Assistenz soll mehr möglich machen, nicht weniger. Wir begleiten Sie dorthin, wo Sie hinwollen — und sind da, falls ein Anfall kommt.
Bundesweit tätig
Persönliche Assistenz nach SGB IX leisten wir bundesweit. Ambulante Pflege bieten wir in Bochum und Umgebung an — auf Wunsch aus einer Hand.
Assistenz bei Epilepsie — klar beantwortet
Habe ich mit Epilepsie Anspruch auf Assistenz?
Was tut die Assistenz während eines Anfalls?
Geben Ihre Assistenzkräfte ein Notfallmedikament?
Bekomme ich bei Epilepsie einen Pflegegrad?
Welchen Grad der Behinderung gibt es bei Epilepsie?
Gibt es eine Schulbegleitung bei Epilepsie?
Was, wenn die Anfälle vor allem nachts auftreten?
Ich darf wegen der Anfälle nicht Auto fahren — hilft Assistenz?
Arbeitet ihr bundesweit?
Mehr Sicherheit im Alltag mit Epilepsie?
Wir prüfen Ihren Anspruch kostenfrei und stellen ein festes Team zusammen, das Ihre Anfälle und Ihren Notfallplan kennt.