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Ausbildung zur Pflegefachkraft: Eine Berufung mit Zukunft
Karriere

Ausbildung zur Pflegefachkraft: Eine Berufung mit Zukunft

Sarah Müller · · ca. 5 Min. Lesezeit

Die Entscheidung ist gefallen. Der Schulabschluss in der Tasche, die Bewerbungsunterlagen vorbereitet. Und doch bleibt diese eine Frage: Ist die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann wirklich das Richtige für mich? Vielleicht haben Sie auch schon von den Herausforderungen gehört, von langen Schichten und hoher Verantwortung. Aber haben Sie auch von den Momenten gehört, in denen Sie Menschen wirklich helfen können? Von der Dankbarkeit in den Augen einer älteren Dame, der Sie gerade beim Aufstehen geholfen haben? Von der Gewissheit, einen Beruf zu haben, in dem Sie jeden Tag etwas Sinnvolles tun?

Wir von BeHome Care wissen: Die Pflege braucht Menschen wie Sie. Menschen, die nicht nur einen Job suchen, sondern eine Aufgabe, die erfüllt. Deshalb möchten wir Ihnen zeigen, was die Ausbildung zur Pflegefachkraft wirklich bedeutet -- mit all ihren Facetten, Chancen und Perspektiven.

Was macht die Ausbildung zur Pflegefachkraft besonders?

Seit 2020 gibt es in Deutschland die generalistische Pflegeausbildung. Das bedeutet: Sie lernen nicht mehr nur für einen einzigen Bereich, sondern werden umfassend ausgebildet -- für die Pflege von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen, in Krankenhäusern genauso wie in Pflegeheimen oder ambulanten Diensten.

Diese Vielseitigkeit ist Ihr Vorteil. Sie haben nach der Ausbildung die freie Wahl, wo Sie arbeiten möchten. Sie können im Krankenhaus auf einer Station beginnen, später vielleicht in die ambulante Pflege wechseln -- etwa in einem Pflegedienst in Bochum oder Wattenscheid -- oder in einem Pflegeheim arbeiten. Ihre Ausbildung macht Sie flexibel und eröffnet Ihnen Türen in viele verschiedene Richtungen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre in Vollzeit und kann auch in Teilzeit absolviert werden -- dann verlängert sie sich auf bis zu fünf Jahre. Das gibt auch Menschen eine Chance, die Familie und Ausbildung unter einen Hut bringen müssen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in Vollzeit lernen können.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Die Pflegeausbildung ist klar strukturiert und verbindet Theorie mit Praxis. Mindestens 2.100 Stunden verbringen Sie in der Pflegeschule, wo Sie das theoretische Wissen erwerben. Hier lernen Sie alles über Anatomie und Krankheitslehre, über pflegerische Maßnahmen, Hygiene, Kommunikation und rechtliche Grundlagen.

Mindestens 2.500 Stunden sind für die praktische Ausbildung vorgesehen. Diese Praxiseinsätze absolvieren Sie in verschiedenen Einrichtungen -- in Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und weiteren Bereichen der Gesundheitsversorgung. Dabei werden Sie von erfahrenen Praxisanleitenden begleitet, die Ihnen zeigen, wie die Theorie im Alltag umgesetzt wird.

Dieser Wechsel zwischen Schule und Praxis ist wertvoll. Sie lernen nicht nur aus Büchern, sondern erleben echte Pflegesituationen, bekommen Feedback und wachsen Schritt für Schritt in Ihre neue Rolle hinein. Und wenn Sie mal nicht weiterwissen, sind Ihre Ausbildenden für Sie da -- im Betrieb und in der Schule.

Welche Voraussetzungen brauchen Sie?

Für die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann benötigen Sie in der Regel einen mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Manche Pflegeschulen haben zusätzliche Aufnahmeverfahren oder erwarten ein Praktikum vorab -- das variiert je nach Bundesland und Einrichtung.

Aber mindestens genauso wichtig wie Zeugnisse sind Ihre persönlichen Eigenschaften. Empathie, Geduld, Belastbarkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen -- das sind die Dinge, die Sie wirklich brauchen. Denn in der Pflege arbeiten Sie mit Menschen, die auf Ihre Hilfe angewiesen sind. Menschen, die vielleicht Angst haben, Schmerzen leiden oder nicht mehr für sich selbst sorgen können.

Sie müssen nicht perfekt sein. Niemand erwartet, dass Sie vom ersten Tag an alles können. Aber Sie sollten offen sein, lernen wollen und den Wunsch haben, anderen zu helfen. Der Rest kommt mit der Zeit.

Was verdienen Sie während und nach der Ausbildung?

Eine Ausbildung soll nicht nur bilden, sondern auch ein Auskommen ermöglichen. Die gute Nachricht: In der Pflegeausbildung erhalten Sie von Anfang an eine Vergütung.

Wenn Sie in einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes lernen, erhalten Sie nach dem Tarifvertrag TVöD-Pflege derzeit eine attraktive Ausbildungsvergütung, die sich mit den Ausbildungsjahren steigert. Kirchliche und private Einrichtungen zahlen oft ähnliche, manchmal aber auch geringere Beträge. Es lohnt sich, bei der Bewerbung nach der Ausbildungsvergütung zu fragen und verschiedene Angebote zu vergleichen.

Nach der Ausbildung steigt Ihr Gehalt deutlich. Das Einstiegsgehalt liegt durchschnittlich bei etwa 3.415 Euro brutto pro Monat. Je nach Einrichtung, Tarifvertrag und Berufserfahrung kann dies auch noch höher ausfallen. Diese Zahlen zeigen: Pflege ist nicht nur sinnstiftend, sondern auch finanziell fair vergütet. Und mit Weiterbildungen und zusätzlichen Qualifikationen können Sie Ihr Gehalt weiter steigern.

Welche Perspektiven haben Sie nach der Ausbildung?

Die Pflegebranche boomt. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist enorm und wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet für Sie: Jobsicherheit. Sie werden gebraucht -- heute und in Zukunft.

Nach Ihrer Ausbildung stehen Ihnen viele Wege offen. Sie können in Krankenhäusern arbeiten, auf verschiedenen Stationen -- von der Chirurgie über die Innere Medizin bis zur Pädiatrie. Sie können in Pflegeheimen tätig sein und älteren Menschen einen würdevollen Lebensabend ermöglichen. Oder Sie arbeiten in der ambulanten Pflege, besuchen Menschen in ihrem Zuhause und helfen ihnen, trotz Einschränkungen selbstständig zu leben -- so wie wir es als Pflegedienst bei BeHome Care tun.

Auch Weiterbildungen und Spezialisierungen sind möglich. Sie können sich zur Praxisanleitung weiterbilden und selbst Auszubildende betreuen. Sie können ein Studium der Pflegewissenschaft oder des Pflegemanagements anschließen. Sie können sich auf bestimmte Fachbereiche spezialisieren, etwa auf Intensivpflege, Palliativpflege oder Wundmanagement.

Was erwartet Sie im Pflegealltag?

Pflege ist vielseitig. Kein Tag gleicht dem anderen. Sie helfen Menschen bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden, beim Essen. Sie messen Vitalwerte, verabreichen Medikamente, wechseln Verbände. Sie dokumentieren Pflegemaßnahmen, arbeiten im Team mit Ärzten, Therapeuten und Angehörigen zusammen.

Aber Pflege ist mehr als das. Sie hören zu, wenn jemand seine Sorgen teilen möchte. Sie spenden Trost, wenn die Diagnose schlecht ist. Sie feiern kleine Erfolge, wenn jemand nach einer Operation die ersten Schritte macht. Sie sind da -- in schweren und in schönen Momenten.

Das kann auch belastend sein. Sie werden Leid sehen, Abschied nehmen müssen, an Ihre Grenzen kommen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie lernen, gut für sich selbst zu sorgen. Ihre Ausbildung bereitet Sie darauf vor -- mit Wissen über Selbstpflege, Kommunikation und Stressbewältigung. Und Sie sind nicht allein. Sie arbeiten im Team, können sich austauschen, erhalten Unterstützung.

Warum gerade jetzt?

Die Pflege befindet sich im Wandel. Digitalisierung hält Einzug, Arbeitsbedingungen werden verbessert, die Ausbildung wurde modernisiert. Es ist eine spannende Zeit, um in diesen Beruf einzusteigen. Und die Gesellschaft hat verstanden, wie wichtig Pflegekräfte sind. Das zeigt sich nicht nur in besserer Bezahlung, sondern auch in mehr Wertschätzung und gesellschaftlicher Anerkennung.

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ist anspruchsvoll. Sie fordert Sie fachlich, körperlich und emotional. Aber sie bietet Ihnen auch etwas, das nicht viele Berufe bieten können: die Gewissheit, dass Ihre Arbeit wichtig ist. Dass Sie gebraucht werden. Dass Sie jeden Tag Menschen helfen und ihr Leben ein Stück besser machen.

Wir von BeHome Care wissen, was gute Pflege ausmacht. Unsere Mitarbeitenden sind das Herz unseres Unternehmens. Wir sind regional verwurzelt und suchen engagierte Menschen, die mit uns die Pflege von morgen gestalten wollen. Wenn Sie sich für eine Ausbildung zur Pflegefachkraft interessieren oder bereits ausgebildet sind und einen Arbeitgeber suchen, der Ihre Arbeit wertschätzt -- sprechen Sie uns an. Gemeinsam gestalten wir eine Pflege, die menschlich, professionell und zukunftssicher ist.

Portrait von Sarah Müller
Fachbeitrag von

Sarah Müller

Teamleitung BeHome Care

Sarah Müller leitet seit über 10 Jahren die Pflege bei BeHome Care. Ihre Expertise liegt in der Strukturierung von Pflege-WGs und der Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege.

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