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Sommer und Hitze in der Pflege: So schützen Sie Ihre Angehörigen
Gesundheit

Sommer und Hitze in der Pflege: So schützen Sie Ihre Angehörigen

Sarah Müller · · ca. 5 Min. Lesezeit

Wenn die Temperaturen steigen, freuen sich viele über Sonne. Für ältere und pflegebedürftige Menschen bedeutet Hitze jedoch vor allem eins: Stress für den Körper. Kreislaufprobleme, Flüssigkeitsmangel und Schwindel nehmen zu. Ein gutes Hitze- und Sommermanagement in der häuslichen Pflege in Städten wie Bochum ist entscheidend.

Für pflegende Angehörige ist der Sommer eine doppelte Herausforderung. Ein erfahrener Pflegedienst kann hier mit Aufklärung, Struktur und praktischer Unterstützung helfen.

Warum Hitze für ältere Menschen so gefährlich ist

Mit zunehmendem Alter verändert sich das Durstempfinden. Viele Senioren trinken zu wenig. Gleichzeitig arbeitet der Kreislauf nicht mehr so stabil und reguliert Temperatur langsamer. Die Folge: Flüssigkeitsmangel, Kreislaufschwäche oder Verwirrtheit.

Grunderkrankungen und Medikamente wie Entwässerungstabletten beeinflussen massiv, wie gut der Körper mit Hitze umgehen kann. Warnsignale wie plötzliche Müdigkeit, dunkler Urin oder Kopfschmerzen sollten ernst genommen werden.

Trinken, aber richtig: Flüssigkeit verteilen

Wichtig ist, Flüssigkeit konsequent über den gesamten Tag zu verteilen. Hilfreich sind konkrete Strategien:

  • Getränke gut sichtbar und griffbereit platzieren.
  • Lieblingsgetränke anbieten.
  • Flüssigkeit über wasserreiche Lebensmittel zuführen (Tomaten, Melone, Suppen).
  • Feste Trinkzeiten einführen.

Bei Schluckstörungen lohnt sich die Rücksprache mit Hausarzt oder Logopädie.

Wohnung und Umgebung anpassen

Tagsüber sollten Rollos und Vorhänge geschlossen bleiben. Stoßlüften in den frühen Morgen- und späten Abendstunden kühlt ab, ohne die Hitze hereinzulassen. Ventilatoren können angenehm sein, sollten jedoch nicht direkt auf den Körper gerichtet werden. Kühle Rückzugsorte sind wichtig.

Kleidung sollte luftig und aus natürlichen Materialien sein. Auch Bettwäsche darf angepasst werden – Laken statt schwerer Decken machen einen großen Unterschied.

Tagesablauf an die Hitze anpassen

Körperliche Aktivitäten oder Arztbesuche sollten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Die heißen Mittagsstunden sind für Ruhe reserviert. Auch Essen kann an heißen Tagen "sommerlich" gedacht werden: Leichte Mahlzeiten über den Tag belasten weniger.

Warnzeichen erkennen und handeln

Warnzeichen für einen drohenden Hitzschlag oder eine Dehydrierung:

  • Plötzliche ungewöhnliche Müdigkeit
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Trockene, heiße Haut ohne Schwitzen
  • Verwirrtheit oder Muskelkrämpfe

In solchen Fällen sofort reagieren: Die Person in einen kühleren Raum bringen, Elektrolytgetränke anbieten und Stirn und Nacken mit feuchten Tüchern vorsichtig kühlen. Bessert sich der Zustand nicht rasch, ist Notruf 112 abzuwählen.

Besondere Vorsicht bei Demenz

Menschen mit Demenz haben oft ein noch stärker beeinträchtigtes Durstgefühl und können Bedürfnisse nicht mehr klar äußern. Sie vergessen zu trinken – hier ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Stets Getränke anbieten und für kühle Räume sorgen. Ein Pflegedienst, der auf Demenz spezialisiert ist, kann hier im Sommer wertvolle Unterstützung leisten.

Entlastung für Angehörige an Hitzetagen

Hitze trifft nicht nur Pflegebedürftige – auch Sie als Angehöriger kommen schneller an Ihre Grenzen. Schweres Heben oder Lagern bei hohen Temperaturen ist enorm anstrengend. Genau hier ist es klug, sich professionelle Unterstützung zu holen. Ein ambulanter Pflegedienst wie BeHome Care kann an heißen Tagen zusätzliche Besuche übernehmen. Sprechen Sie uns an – wir bringen Sie sicher durch den Sommer.

Portrait von Sarah Müller
Fachbeitrag von

Sarah Müller

Teamleitung BeHome Care

Sarah Müller leitet seit über 10 Jahren die Pflege bei BeHome Care. Ihre Expertise liegt in der Strukturierung von Pflege-WGs und der Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege.

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