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Frühlingserwachen: Wie Sie mit Ihrem Angehörigen aktiv ins neue Jahr starten
Gesundheit

Frühlingserwachen: Wie Sie mit Ihrem Angehörigen aktiv ins neue Jahr starten

Sarah Müller · · ca. 5 Min. Lesezeit

Die Tage werden länger, die ersten Krokusse strecken ihre Köpfe aus der Erde, und die Sonne wärmt endlich wieder. Der Frühling ist da -- und mit ihm die Lust, nach draußen zu gehen, durchzuatmen, sich zu bewegen. Doch bei vielen älteren Menschen zeigt sich genau jetzt ein Widerspruch: Die Natur erwacht, aber sie fühlen sich müde, antriebslos, erschöpft.

Frühjahrsmüdigkeit ist keine Einbildung. Sie trifft gerade ältere Menschen oft besonders stark. Gleichzeitig ist der Frühling eine wunderbare Chance, nach den langen Wintermonaten wieder aktiv zu werden, Energie zu tanken und Lebensfreude zu spüren. Die richtige Mischung aus Bewegung, frischer Luft und kleinen Aktivitäten kann wahre Wunder bewirken.

Wir von BeHome Care, Ihr Pflegedienst Bochum, möchten Sie dabei unterstützen, gemeinsam mit Ihrem Angehörigen fit und voller Energie in den Frühling zu starten. Denn die warmen Monate sind zu wertvoll, um sie müde auf dem Sofa zu verbringen.

Warum Frühjahrsmüdigkeit gerade im Alter belastet

Wenn die Temperaturen steigen, muss sich der Körper umstellen. Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, und das macht müde. Hinzu kommt: Nach den dunklen Wintermonaten ist der Melatoninspiegel im Körper noch hoch -- das Schlafhormon, das uns müde macht. Gleichzeitig steigt die Produktion von Serotonin, dem Glückshormon, erst langsam an.

Dieser Umstellungsprozess kann einige Wochen dauern. Gerade ältere Menschen, deren Körper ohnehin langsamer reagiert, spüren diese Phase besonders deutlich. Sie fühlen sich schlapp, haben Kreislaufprobleme, sind gereizt oder haben Kopfschmerzen.

Viele ziehen sich dann zurück, bleiben drinnen, bewegen sich wenig. Doch genau das ist kontraproduktiv. Denn der beste Weg, die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden, ist Bewegung an der frischen Luft.

Raus an die frische Luft: Spaziergänge als Medizin

Es muss keine Marathonwanderung sein. Schon ein kurzer Spaziergang von 15 bis 20 Minuten bringt den Kreislauf in Schwung, versorgt den Körper mit Sauerstoff und hebt die Stimmung. Die Sonne auf der Haut signalisiert dem Körper: Es ist Tag, es ist Zeit, aktiv zu sein.

Der Frühling ist die perfekte Jahreszeit für Spaziergänge. Auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind Spaziergänge wichtig. Mit Rollator oder im Rollstuhl -- Hauptsache raus. Frische Luft, Tageslicht und ein Tapetenwechsel tun Körper und Seele gut. Suchen Sie sich schöne Routen aus und planen Sie kleine Pausen ein.

Bewegung hält fit: Sanfte Übungen für den Frühling

Regelmäßige Bewegung ist im Alter besonders wichtig. Sie stärkt die Muskeln, verbessert die Balance, fördert die Durchblutung und reduziert das Sturzrisiko. Außerdem hilft Bewegung gegen typische Alterserkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes oder Übergewicht.

Es ist nie zu spät, mit Bewegung zu beginnen. Sitzgymnastik ist eine wunderbare Möglichkeit für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Arme kreisen, Füße anheben, Schultern rollen -- kleine Bewegungen mit großer Wirkung. Auch ein paar einfache Stretchingübungen am Morgen helfen, den Körper aufzuwecken und beweglich zu bleiben.

Gartenarbeit: Bewegung mit Sinn

Wenn Ihr Angehöriger einen Garten hat oder einen Balkon, ist jetzt die perfekte Zeit, wieder aktiv zu werden. Beete vorbereiten, Blumen pflanzen, Unkraut jäten, Sträucher schneiden -- Gartenarbeit ist Bewegung, frische Luft und sinnvolle Beschäftigung in einem.

Wichtig ist, dass die Arbeit nicht zur Belastung wird. Es gibt viele Hilfsmittel, die das Gärtnern auch im Alter angenehm machen, wie Kniebänke oder Greifzangen. Teilen Sie größere Arbeiten in kleine Etappen auf. Das Schöne an Gartenarbeit: Man sieht sofort, was man geschafft hat.

Ernährung für mehr Energie

Nach dem Winter sehnt sich der Körper nach frischen, vitaminreichen Lebensmitteln. Genau die liefert der Frühling: junger Spinat, Radieschen, Spargel, Erdbeeren, frische Kräuter. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärkt Körper und Geist.

Achten Sie darauf, dass Ihr Angehöriger ausreichend trinkt -- mindestens 1,5 Liter am Tag. Wasser, Kräutertees oder verdünnte Säfte halten den Kreislauf stabil und beugen Müdigkeit vor.

Wechselduschen am Morgen sind ein weiterer Tipp gegen Frühjahrsmüdigkeit. Der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser trainiert die Gefäße, bringt den Kreislauf in Schwung und macht wach.

Gemeinsam aktiv: Motivation durch Gesellschaft

Alleine ist alles schwerer. Gemeinsam macht Bewegung mehr Spaß, und die Motivation bleibt länger erhalten. Suchen Sie nach Angeboten in Ihrer Nähe: Seniorensportgruppen, Walking-Treffs, Gartenvereine oder Tanzkreise. Auch innerhalb der Familie können Sie aktiv werden: Gemeinsame Spaziergänge oder kleine Ausflüge in die Natur.

Sinne wecken: Den Frühling bewusst erleben

Der Frühling ist eine Zeit der Sinne. Die ersten Blüten riechen, Vogelgezwitscher hören, die warme Sonne auf der Haut spüren, frische Kräuter schmecken -- all das bringt Lebensfreude zurück. Nehmen Sie sich Zeit, den Frühling bewusst zu erleben. Halten Sie bei Spaziergängen inne, schauen Sie sich die Natur an, sprechen Sie über das, was Sie sehen und hören.

Der Frühling ist zu schön, um ihn drinnen zu verbringen. Mit kleinen Schritten, etwas Motivation und der richtigen Unterstützung kann Ihr Angehöriger die Frühjahrsmüdigkeit überwinden und die warme Jahreszeit in vollen Zügen genießen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Angehöriger Unterstützung braucht, um aktiv zu werden -- sprechen Sie mit uns bei BeHome Care. Wir bringen Bewegung und Lebensfreude zurück in den Alltag.

Portrait von Sarah Müller
Fachbeitrag von

Sarah Müller

Teamleitung BeHome Care

Sarah Müller leitet seit über 10 Jahren die Pflege bei BeHome Care. Ihre Expertise liegt in der Strukturierung von Pflege-WGs und der Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege.

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